
Der seltsame Neustart der Fußball-Bundesligen erweitert nur den massiven Abstand zwischen Deutschlands Nationalsport und seinen nunmehr noch winzigeren Verfolgern. Insbesondere Handball, Basketball oder Volleyball müssten eigentlich auf die Barrikaden gehen. Floorball darf zumindest beleidigt sein.

In vier Monaten sollte die neue Floorball-Saison starten, in einem halben Jahr die Weltmeisterschaft. Ob dem so sein wird, steht noch in den Sternen. Was allerdings bereits zu erkennen ist, sind unterschiedliche Vorbereitungsbedingungen - einerseits bundesweit, noch viel stärker aber international.

Wann darf wieder richtig trainiert werden? Wann gespielt? Und wann könnten wieder Zuschauer erlaubt sein? Das Konzeptpapier des Dachverbandes zur "Wiederaufnahme des Floorballsports" gibt insbesondere Vereinen wichtige Orientierung. Es hat aber auch Schwächen, die noch unvermeidbar sind und die es zu verstehen gilt.

Deutschlands nördlicher Nachbar hat ordentliche Wachstumsraten vorzuweisen. Dank des staatlichen Programms "Movement for Life" zählt Dänemark aktuell über 10.000 lizensierte FloorballerInnen.

Was tun, nachdem man den Ironman auf Hawaii gefinisht und bei Olympia Nowitzki mit dem Fahnentragen geholfen hat? Richtig. Man wird Präsident des Deutschen Floorball Verbandes. Gast im Floorballmag Podcast diesmal Sportpsychologe und ehemalige Nummer eins unseres Sports Prof. Dr. Oliver Stoll.

Die kommende Saison verbirgt sich aktuell noch hinter einer dichten Coronawolke. Einige Dinge sind aber bereits jetzt absehbar, darunter ein temporärer Ausschluss der Öffentlichkeit aus den Hallen. Aber nicht nur deshalb sollten Vereine und Dachverband jetzt rechtzeitig und gemeinsam anfangen, eine Livestream-Plattform zu bauen. Realistische Lösungen gibt es dafür mittlerweile genug.

Während insbesondere Fußball aber auch anderer Profisport krampfhaft versuchen, die aktuelle Saison noch irgendwie zu retten, nutzen andere Disziplinen die Situation, um aus dem Schatten der Großen herauszutreten. Welche Möglichkeiten hat Floorball, um in der Krise zu bestehen? Schlägt bald die Stunde der Open-Air-Turniere?

Jahrelang hielt Michael Lachenmaier den täglichen Betrieb des Dachverbandes mit am Laufen. Jetzt warnt er davor, insbesondere Jugend- und Hobbyspieler könnten in der langen Pause die Bindung zur Sportart verlieren. Der ehemalige Generalsekretär des FVD sieht aber eben darin auch Chancen.

Das nicht stattgefundene Final4 hatte nicht nur Floorball ins bundesweite Rampenlicht stellen wollen. Ein wichtiger Bestandteil wäre auch das Powerchair-Hockey-Spiel am Sonntagvormittag gewesen. Eine bislang unbekannte Verwandtschaft. Das Floorballmag im Gespräch mit Julian Wendel, Vorsitzender dem Fachbereichs Elektro-Rollstuhlsport im Deutschen Rollstuhl-Sportverband.

Hausarrest. Und nun? Entweder Ihr zockt jetzt siebenmal die Uncharted-Serie durch oder Ihr bereitet Euch und Euren Floorball-Verein auf die Zukunft vor. Denn die kommt bestimmt. Wir haben da mal ein paar Hausaufgaben aufgelistet.

Der Dachverband und seine Landesverbände haben praktisch sämtlichen Spielbetrieb abgebrochen, größtenteils sogar beendet. Die deutsche und globale Gesellschaft hat nun mit Sicherheit andere Sorgen als gecancelte Floorball-Spiele. Trotz allem ist die Situation aber auch eine Chance für die Szene, in einer kritischen Situation zusammenzuwachsen.

Als Floorball vor etwas über zehn Jahren zum ersten Mal bei "Schlag den Raab" präsentiert wurde, schien eine Schallmauer durchbrochen. Doch heute, eine ganze Dekade und zahlreiche Wiederholungen später, ist die Sendung nur eine Erinnerung daran, wie wenig wir bislang erreicht haben. Am vergangenen Samstag war es wieder soweit.

In keinem anderen deutschen Profiverein hat sich Floorball so prächtig entwickelt wie bei den Eisbären Berlin. Jetzt sucht Abteilungsleiter Robbi Haschker sogar nach einem bezahlten Vollzeit-Trainer. Die Eisbären sind ein Paradebeispiel für eine erfolgreiche Symbiose aus Eishockey und Floorball. Wie kam es zu diesem Projekt und wohin kann die Reise noch gehen?

Diese Woche stellte Floorball Deutschland seinen neuen Sportdirektor vor. Das Floorballmag im Gespräch mit Fredrik Ljungström über einen einheitlichen Trainerstandard, die Auswahl des Bundestrainers sowie die Gefahr einer Zweiklassengesellschaft in der Bundesliga.

Die britische Agentur Sportcal hat 83 internationale Großevents des vergangenen Jahres analysiert. Die Floorball-WM in Tschechien war die mit Abstand erfolgreichste Veranstaltung unter nicht-olympischen Sportarten und schaffte es sogar in die Top20. Ein für Floorball bitter nötiger Erfolg.